Zurück im Rudel

An dieser Stelle muss ich mal ein Hoch auf meine Gruppe aussprechen. Ja. Wir sind alle seeeeehr unterschiedlich. Und vermutlich wären wir uns im ‚richtigen Leben‘ niemals begegnet geschweige denn dass wir einen Urlaub zusammen verbracht hätten. Aber…uns verbindet eines. Der Wunsch nach Bewegung in der Natur um Dinge zu entdecken die man eben nur mit Mühen und zu Fuß  erreichen kann. Wir funktionieren super zusammen und sind immer besser eingespielt. Es wird nicht lang gefragt sondern einfach gemacht. Frühstück wird ratz fatz zubereitet und genauso funktioniert kochen und abspülen. Auf den Hütten hilft jeder jedem. Das ist schon sehr sehr besonders. Gerade weil wir vielleicht auf den ersten Blick nicht 100% zu harmonieren scheinen. In der Zwischenzeit hatte auch jeder schon seinen ganz persönlichen Lagerkoller. Dem bin ich ja in Queenstown kurz entflohen bevor er mich nun wieder gepackt hat 😄.  

Mein Tag allein war super entspannt. Gemütliche zwei Stunden Frühstück (mal nicht um 7 Uhr 😳😄), danach eine Dampferfahrt auf dem Lake Wakatipu 

und Shopping in der kleinen Stadt. Ich weiß langsam ernsthaft nicht mehr wie ich das alles wieder heim bringen soll 🙈. Ich wollte dem Tipp einen Fergburger zu essen unbedingt nachgehen aber…..ich steh doch nicht ne Stunde für mein Essen an 🙄.  So gut kann der gar nicht sein 😄. Somit bin ich zum dritten Mal in einem Lone Star gelandet. Ist ne neuseeländische Kette und hat handfestes Essen zu fairen Preisen. Kann ich nur empfehlen…

 Den zweiten Abend hab ich im Atlas an der Steamer Warf verbracht. Mein zweitbestes Steak hier auf der Insel. Groooooooossartig 😋. Also verhungern tut man hier echt nur schwer. 
Gestern hat mich Helle dann um acht wieder eingesammelt und wir haben uns auf den vierstündigen Weg zur Abholung der Gruppe gemacht. Die Fjordlandschaft wurde immer ausgeprägter und nachdem wir sie alle glücklich aber erschöpft wieder eingesammelt hatten ging es gleich weiter zum Milford Sound. 

Demnach was sie mir über den Routeburn Track erzählt haben muss er echt toll gewesen sein. Aber leider leider etwas Zweiklassengesellschaft. Hier in Neuseeland ist das DOC für die ganzen Nationalparks zuständig und haben dort ihre Hütten. Bewirtschaftet ist hier ja nichts. Es gibt maximal einen Ranger der für etwas Ordnung sorgt. Jetzt gibt es jedoch zwei Tracks, dem Routeburn und den Milford Track die in privater Hand sind. Bzw es die DOC Hütten gibt und Private. Irgendwann hatte eine findige Gesellschaft sich gedacht…aha hier gibt es noch nichts oder es gibt noch keine Bestimmungen und wir bauen uns einfach  was. Das DOC hat wohl zu spät reagiert (lt Helle wie immer 😄) und dann kamen natürlich auch andere und sagten Hey…wenn die das tun wollen wir für unsere Touren auch eigene Hütten. Warum dürfen die das? Somit gab es den Entschluss dass nur diese eine Gesellschaft Touren führen darf und dann eben in ihren Hütten bleiben und alle anderen so wie wir  ohne Guide da durch müssen. Deswegen durfte auch Helle nicht mit weil er für den Track keine Lizenz zum führen bekommen kann. Naja und die anderen Hütten sind dann eben mit Verpflegung und allem drum und dran…also alles eher etwas dekadent. Naja. Ich habe es nicht gesehen und kann es nicht beurteilen. Aber ich finde es doch etwas fehl am Platz. 

Milford Sound. Nun ja. Ich habe schon oft gesagt. Toll. Atemberaubend. Spektakulär. Wunderschön. Traumhaft. Ich weiß auch echt nicht was wirklich das schönste, tollste Erlebnis noch der wunderbarste Ort war. Aber Milford Sound….ohne Worte. Bilder können es nicht im Ansatz wiedergegeben welche tolle Szenerie das dort ist. Schon der Weg dort hin. Hunderte…ach was sag ich…tausende Wasserfälle stürzen oder rinnen den Fels hinab. Und unten angekommen steht man an einem Fjord (Sound ist eigentlich falsch da die Landschaft durch die Eiszeit entstand…aber gut 😄) dessen Granit- und Schieferwände senkrecht aus dem Wasser ragen und je länger man schaut desto mehr Wasserfälle springen einem ins Auge. Genauso dass die meisten Steilwände bis knapp über dem Wasser mit Regenwald bewachsen sind. Der Milford Sound ist eine der regenreichsten Regionen und es fallen bis zu 7000mm Niederschlag im Jahr. Anschaulich könnt ihr es hier sehen… 😄 Da schneiden wir in Deutschland gar nicht soooo schlecht ab. 

Für den Milford Sound ist ein Regentag wie gestern perfekt!!! Dann ist da richtig was los und der starke Wind tut sein übriges. Zum Beispiel kommen manche Wasserfälle gar nicht unten an 😂 

   Solche Bilder schafft mein Handy leider nicht drum müsst ihr wieder mit diesen halbscharfen vom Foto leben 😄. Genauso wie mit dem hier 😍😍 
  Da waren sie. Unsere kleinen Freunde. Ach sooooooo schön und toll Pinguine gesehen zu haben. Das Wasser im Sound ist in der oberen Schicht Süßwasser und unten Salzwasser. Was zur Folge hat dass es sehr sehr dunkel ist 

   Unser Kapitän war auch echt ein Kamikaze Fahrer 😄. Bis auf wenige Zentimeter an die Felsen ran und unter die Wasserfälle. Sehr sehr cool. Wenn ihr hier mal her kommt mit dann fahrt uuuunbedingt mit dem kleinsten Boot. Das ist ein Erlebnis. Und…im Gegensatz zu den großen Dingern waren wir bei den Pinguinen 😊. 
Der Tag war sehr lang und wir fuhren noch bis nach Manapouri. Freche und gefräßige Wegbegleiter hatten wir auch. Den Kea. Die sind eigentlich nur sehr neugierig, intelligent und verspielt…leider müssen da aber öfter Autos dran glauben 🙈. 

In Manapouri sollten wir eine sehr unruhige, stromfreie Nacht verbringen. Noch saßen wir gemütlich am Feuer bei Bier und Wein und hatten schon Angst der Sturm bläst uns gleich die Hütte weg…schwups. Strom weg. 😄 Das war schon ein Unwetter der besonderen Art und bei den Bauweisen hier ist unser Vertrauen in das Häuschen nicht sonderlich groß gewesen. Bis auf ein paar entwurzelte Bäume haben zumindest wir alles gut überstanden. Ein Bild der Idylle am Beginn des Abends. Das hielt dann jedoch nicht lange…

   Heute sind wir in Invercargill gelandet und morgen geht es auf Insel Nummer 3. Stewart Island. Sie ist quasi der „Anker“ Neuseelands. Aber diese Geschichte erzähle ich euch ein anderes Mal 😊. Für heute verabschiede ich mich mit tollen Bildern aus dem Süden, dem Kaka (ein Bruder des Kea) und Muscheln mit Perlmutt überzogen. Gute Nacht. Eure Tanja 

 PS. Das ganz klein da hinten ist Stewart Island 😊    
     
  

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